Kalt, kälter, Deutschland im Februar 2012. Eisige Temperaturen machen die Nasen rot, die Autobatterien müde und die Gehsteige leer. Woher kommen die plötzlichen Minusgrade? Aus dem Osten: Hoch Cooper pustet uns den eisigen Atem Russlands und Sibiriens in die Bundesrepublik.
In ganz Deutschland müssen die Menschen mit Temperaturen bis zu minus zehn Grad Celsius rechnen. Am kältesten wird es wahrscheinlich im Osten der Republik und in Bayern. Aber mit der richtigen Kleidung, Einstellung und Vorbereitung können Gesunde auch dieser extremen Witterung leicht trotzen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.
Mindestens zehn Prozent der Gesamtkörperwärme verlieren wir über den Kopf. Aber auch über den Hals und die Hände verschwindet Körperwärme. Bedecken Sie die freien Hautstellen mit Mütze, Schal und Handschuhen. Fäustlinge wärmen noch besser als Fingerhandschuhe.
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Wenn der Körper gut mit Wasser und Nahrung versorgt ist, kann er den tiefen Temperaturen besser trotzen. Vitaminreiche Nahrung unterstützt das Immunsystem. Achten Sie also auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Heiße Suppen wärmen von innen. Im Endeffekt kommt es auf den Gesamtwärmehaushalt des Körpers an.
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Tragen Sie lieber drei dünnere Lagen, als eine dicke. Das isoliert besser. Die Kleidung sollte weder zu eng noch zu weit sein. Entweder fehlt die isolierende Luftschicht, oder das Blut kann nicht mehr gut zirkulieren. Beides mindert den Wärmeeffekt. Außerdem sollte die Kleidung atmungsaktiv sein. So kann Körperflüssigkeit abdampfen und sammelt sich nicht als kühlende Schicht am Körper.
Außerdem: Wenn Sie nach drinnen kommen, können Sie sich Schicht für Schicht der wärmeren Temperatur anpassen. Das verhindert einen Wärmestau.
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Zusätzlich zu den sibirischen Temperaturen bringt uns Cooper auch noch eisigen Ostwind. Das kann dazu führen, dass sich die Luft fünf bis sieben Grad kälter anfühlt, als sie tatsächlich ist. Tragen Sie also winddichte Kleidung. Wenigstens eine Schicht. Am besten die äußerste. Entsprechende Funktionskleidung bekommen Sie im Sportgeschäft.
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Ein erschöpfter Körper ist wesentlich anfälliger für Unterkühlung. Strengen Sie sich in der kalten Luft also nicht zu sehr an. Menschen mit einer guten Grundfitness haben bei dieser Witterung einen Vorteil.
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Auch wenn er kurzfristig zu wärmen scheint, Alkohol kühlt auf die Dauer aus. Ethanol erweitert die Gefäße, die Arme und Beine werden besser durchblutet. Aber die Wärme wird nun auch viel schneller an die Umgebung abgegeben. Das kann leicht zu Unterkühlung führen.
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Nikotin verengt die Gefäße, das Blut kann nicht mehr so gut zirkulieren. Vor allem Hände und Füße fangen auf diese Art schnell an zu frieren.
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Schuhe sind ein wichtiger Punkt beim Thema Kälteschutz. Sie sollten gefüttert und nicht zu eng sein. Wichtig ist auch eine dicke, wasserfeste Sohle. Wer zusätzliche Wärme will, kann sich Einlegesohlen kaufen. Zum Beispiel aus Lammfell oder mit Alufolie beschichtete.
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Blut ist ein Wärmetransporter. Gut durchblutete Körperteile sind also wärmer. Wenn Sie an den Fingern und Füßen frieren, machen Sie ein paar Übungen, um die Blutzirkulation anzuregen. Zum Beispiel ballen Sie die Faust oder wippen Sie auf den Zehenspitzen. Oder Füße abrollen und kreisen lassen.
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Saunagänge und abwechselnde warme und kalte Duschen gewöhnen den Körper an Temperaturunterschiede. Diese Anwendungen härten ab und fördern die Durchblutung.
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Kälteempfinden ist unter anderem Gewohnheitssache. Gehen Sie also regelmäßig draußen spazieren. Ihr Körper gewöhnt sich an die frische Luft, außerdem stärken Sie auf diese Weise Ihr Immunsystem.
Zusätzlicher Pluspunkt: Die regelmäßige Bewegung ist gesund.
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Tee, Kaffee oder andere heiße Getränke wärmen von innen. Aber Vorsicht: Glühwein oder andere alkoholische Getränke zählen nicht.
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Bei Minusgraden verengen sich die Blutgefäße. Die Durchblutung der Haut verschlechtert sich. Ist es kälter als minus acht Grad Celsius, stellen sogar die Talgdrüsen ihre Arbeit ein. Die Haut wird schlechter mit Nährstoffen versorgt und der schützende Fettfilm fehlt. Die Folge: Raue Oberfläche, Risse, Rötungen. Cremen Sie Ihre Haut also besonders im Winter gut ein. Inhaltsstoffe wie Harnstoff (Urea) oder Panthenol haben sich bewährt.
Zusätzlich: Die Lippen pflegt und schützt ein Fettstift.
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Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
01.02.2012, aktualisiert am 01.02.2012
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